Gut die Hälfte der Konfis will wissen, was es mit Jesus auf sich hat.
Von fast 100 % aller Konfi-Engagierten wird das Thema Jesus (Christus) als „wichtig“ bis „sehr wichtig“ eingestuft.
Diese Interessens-Lücke zwischen den Beteiligten lässt sich sicher nicht durch eine gute Konfi-Zeit schließen. Aber verringern.

Es geht um das Herzstück des christlichen Selbstverständnisses: In Jesus begegnet uns Gott. Diese Grunderfahrung gilt es zu erschließen.
Wir fragen: Wie gelingt es uns, junge Menschen aufgrund ihrer eigenen Erfahrungswelt überzeugend dazu einzuladen, das eigene Leben im Licht Jesu als des Gleichnisses Gottes wahrzunehmen und zu führen?

Das diese Woche erschienene neue KU-Praxis Heft 65 mit dem Titel Jesus Christus bietet viele gute Antworten an. Ich habe mich jedenfalls gleich im Orientierungsartikel von Bernd Schröder festgelesen und Lust aufs Ausprobieren von Bausteinen und anderen Anregungen bekommen. Dass sich darunter wie schon in den vergangenen Jahren erprobte Impulse aus unseren Oldenburger Bezügen finden, ist schön.

Das Spektrum der Beiträge reicht inhaltlich von theologischen Zugängen zur Christologie oder zum Abendmahl über ethische Fragen bis zur persönlichen Frage nach der eigenen Mission. Die große Vielfalt an methodischen und medienpädagogischen Vorschlägen in den Bausteinen ist dabei schon selbstverständlich.
Ich behaupte einfach mal: Hier kann jede und jeder fündig werden und Geschmack an neuen Formaten bekommen.

Hier die Überschriften der ausgearbeiteten Bausteine, um die Neugier zu steigern:
JessesMaria + Wie alles begann… und bis heute wirkt (Konfi3-Taufe Jesu) + „Christi Leib für dich“ + Das Evangelium nach Kevin und Kim + Die Sache mit dem Kreuz + Künstler sehen Jesus + Wunder geschehen + Jesus interreligiös + Auf der Suche nach Jesus (KonApp) + Ostern mit Petrus erleben (KonApp) + „Du bist Christus, der Sohn Gottes!“ + Jesus, wohin können wir gehen? + Was ihr einem meiner schwächsten Geschwister getan habt… + Wofür entsendet mich Jesus Christus heute? + Mit Jesus vier Wochen unterwegs + Gott auf Erden – Jesus begegnen.

Im „Forum“ findet man u.a. Tipps zur Entwicklung von Krippenspielen, einen Kreuz- und Auferstehungsweg, eine Lectio Continua eines Evangeliums, einen Beitrag zur Partizipation und über die KonApp. Und als besonderen Service gibt es eine thematische Übersicht über „Jesus Christus“ – Beiträge aus vorangegangenen KU-Praxis-Heften.

Die beigefügte CD-ROM (noch ist das mit einem Download-Link rechtlich schwierig) bietet viele, viele Zusatzmaterialien und Vorlagen für den Konfizeit-Alltag.

Kerstin Gäfgen-Track, Carsten Haeske, Uwe Martini, Ilona Nord (Hrsg.),
Jesus Christus. KU-Praxis. Für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden – 65
Paperback , Broschur, 80 Seiten, 21,0 x 29,7 cm. Mit CD-ROM. Durchgehend vierfarbig mit zahlreichen Fotos und Abbildungen. ISBN: 978-3-579-03218-4
20 €, als Fortsetzungspreis 19 €

Gerne kann das Heft unkompliziert über die Konfizeit erworben werden – wir haben einen größeren Bestand – der Vorrat reicht!
Einfach eine Mail schicken: konfizeit@kirche-oldenburg.de

Konfis und viele andere Kinder und Jugendliche können dieses Jahr nicht nach Dänemark, Österreich, Wildflecken, Ahlhorn, Wittenberg oder sonstwohin auf ihre großen Sommer-Konficamps oder Freizeiten fahren. Schon sehr, sehr schade!
Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Für viele junge Menschen gibt es dennoch tolle Ferienaktionen in der schönen Heimat und Umzu.

Von einer Aktion kann man sich am kommenden Sonntag, 26.7. auf Oeins um 10 Uhr per Fernsehen oder ab dann zeitungebunden per Video z.B. auf dem Youtube-Kanal der oldenburgischen Kirche https://www.youtube.com/watch?v=BuOmdW8mX0Q
mehr als ein paar Bilder machen.

Die Selfcare Summer-Week der Evangelischen Jugend der Wesermarsch ist für eine Woche zu Gast im Naturfreundehaus Kimmerheide bei Ganderkesee. Die Teilnehmer*innen um das Team von Sandra, Anja und Chris zeigen uns in einem abwechslungsreichen Gottesdienst im Grünen, wie man sich in diesen Zeiten gut entspannen kann, geben Tipps fürs Wohlbefinden und erklären uns den Ablauf und den Sinn einer BeKind-Challenge. Außerdem kann man erfahren, wie die individuell bestückten Glücksboxen des entsprechenden Ministeriums für Glück funktionieren und Hoffnungsbotschaften für die Welt hören und mitbeten.
Für Live-Musik mit neuen und sommerlich-nachdenklichen Liedern sorgt Popkantorin Karola Schmelz-Höpfner gemeinsam mit ihrem Mann Christian: „Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter…“

Und auf einmal macht einem auch dieser Sommer richtig gute Laune!

Also diesmal: Auf ein Wiedersehen!

„Ich warte auf Jesus“. Mit diesen Worten hat meine Bremer Kollegin eine Paketsendung angekündigt. Und schon war er da.

Als ich ihn gesehen habe, war ich fasziniert. Und habe mich ausnahmsweise mit ihm zusammen fotografieren lassen.

Klar, es handelt sich hier um einen Pappaufsteller, dessen Gestalt viele Klischees erfüllt, die spekulativ um das Aussehen Jesu von Nazareth ranken.

Mehrere Gedanken gingen mir unsortiert durch den Kopf:

Wie ist es eigentlich mit unserem Kontakt-Verhalten in diesen Zeiten? Es ist gar nicht so einfach, sich aktuell richtig zu verhalten, wenn man sich nicht im engsten Familienkreis bewegt. Dürfen meine zwei Kolleg*innen und ich die gleiche Wasserflasche benutzen? Wie nahe aneinander vorbei dürfen wir uns bewegen? Und wie machen wir das beim Konfitag am 13. Juni, den wir gerade planen? Wie gestalten wir die „mit Abstand beste Konfizeit“ so, dass es allen Beteiligten Spaß macht?

Geht es nicht auch bei den kirchlichen Festtagen Himmelfahrt und Pfingsten darum, zu klären, wie die Nähe Gottes nach den Erdentagen Jesu eine bleibende Gestalt gewinnt? Wie kommen wir Menschenkinder in guten Kontakt zu dem oftmals unendlich entfernt erscheinenden Gott des Himmels und der Erden?

Vielleicht ist ja in diesem Jahr, in dem die ausgelassenen Frühlingsfeste etwas sparsamer daher kommen, eine gute Gelegenheit, der Frage nachzugehen, was es jenseits von Ausflugsfröhlichkeit mit dem Kirchenjahr diesbezüglich auf sich hat.

Ach ja, der Jesus aus Bremen wird demnächst wohl auch in Oldenburg zu sehen sein. Anlass ist unter anderem das baldige erscheinen des neuen KU-Praxis-Heftes. Titel: „Jesus Christus“.

Eine Begegnung mit diesem Jesus wird dann auch die Gelegenheit bieten, eine besonderen Leidenschaft des Darstellers auf die Spur zu kommen…

Die Zweibeiner fahren im Zweier und führen dabei zweisprachig ein Zwiegespräch. Egal, ob im Zweireiher oder im Zweiteiler, man mag keinen Zweitaufguss und labt sich am Zwieback. In trauter Zweisamkeit ist man nicht allein, obwohl man zu zweit oft gern allein ist. Zwilling, Zwille, Zwickel, zweischneidig…

Die Zahl der Wörter, die im Deutschen mit Zwei und Zwie gebildet werden kann, ist beachtlich.
Manchmal gilt die Zwei auch als „böse“ Zahl der Trennung und Gegenüberstellung – Zwietracht, Zwist, Zweifel – und des Zwei-Kampfes.
Platon, die Neuplatoniker und viele Denker des Mittelalters sahen in der Zwei die erste wirkliche Zahl, da für sie alle Zahlen ein Vielfaches von eins bedeuteten.

Ich sah die Zwei bildlich einprägsam beim Radeln über den Oldenburger Schlossplatz in: Verteilt auf dem Mäuerchen rund um das gelbe Prachtgebäude saßen ordentlich sortiert immer jeweils zwei Menschen zusammen – da gab es kontaktbeschränkt nichts zu meckern…. – und gerade eben auf der Dobbenwiese im herrlichen Spätnachmittagssonnenschein auch nicht.

Natürlich fallen mir im biblischen Zusammenhang auch sofort Zweier-Pärchen ein. Adam und Eva, Kain und Abel, Abraham und Sara, Jakob und Esau, David und Goliath, Maria und Elisabeth, Martha und Maria, Petrus und Paulus, Philippus und der Kämmerer aus Äthiopien…
Und in österlichen Zeiten natürlich die Emmaus-Jünger, die auf dem Weg zunächst enttäuscht miteinander rätseln, was die vergangenen Ereignisse denn für Folgen haben werden.

In den sozialen Kanälen tauchte – von bibelkundigen Digitalen gepostet, ein Wort Jesu aus Matthäus 18, 20 auf: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Und weil man zu dritt heutzutage unter freiem Himmel oft noch eine*r zu viel ist, wurde diese Zahl aus aktuellem Anlass durchgestrichen.
In diesem Bibelabschnitt geht es Jesus ja unter anderem um die Kraft des Gebets. Wenn zwei einmütig Gott um etwas bitten, soll es ihnen vom Vater im Himmel widerfahren.
Es gilt also – und darauf kommt es jetzt echt gerade an, Symbol hin und Krise her: Gemeinsam sind wir stark!

Wo begegnet mir Jesus im Alltag?

Mit dieser Frage waren die Konfis aus Neuende seit Dezember 2019 einige Wochen bei unserem kleinen Medienprojekt unterwegs: https://www.kajak-oldenburg.de/mit-jesus-unterwegs/2019/12/ Sie haben kreative Jesussymbole gestaltet und mit ihn ihr Leben genommen. Armbänder, Schablonen, bemalte Holzscheiben und Steine. Der Auftrag: Fotos machen und auf unsere Projektseite hochladen. Oder ein kleines Tagebuch anlegen. So weit, so gut.

Bis kurz vor dem nächsten Konfi-Treffen war die Ausbeute eher mau. Dann aber kamen doch noch etliche Bilder rüber – just in time. Andere haderten mit der Technik. Und ein paar hatten kleine Hefte gestaltet, in denen sie ihre Erlebnisse, Umfragen und Gedanken notiert hatten.
Wir hatten den Eindruck, das Projekt hat sich gelohnt. Und einige bleiben sogar noch weiter dran – vielleicht bis über ihre Konfirmation hinaus…