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Der Mensch hat nur ein Werkzeug, mit dem er sein Schicksal bestimmen und zum Guten wenden kann: Sein Gehirn. Der Mensch kann umdenken, anders denken, neu denken. Wie segensreich ist es in diesen Zeiten, mit guten Ideen Hoffnung zu stiften. Den Himmel aufzuspannen für Kreativität und Zuversicht. 
    
Kennst Du Katalin Karikó?
Ihr verdanken wir die ersten in Europa und den USA zugelassenen Corona-Impfstoffe. 1955 in Ungarn geboren, wohnt sie in einem Lehmhaus mit nur einem beheizten Raum, in dem gegessen und geschlafen wird. Früh entwickelt sie Liebe und Neugier für die Natur. Mit 14 Jahren nahm Katalin an einem landesweiten Biologie-Wettbewerb teil. In den Siebzigerjahren, während der Arbeit an ihrer Doktorarbeit, begegnet ihr zum ersten Mal Ribonukleinsäure, RNA. Dieser bringt als Botenstoff mRNA die genetischen Informationen aus der DNA in die Körperzellen. 
   
Nach einem Jahrzehnt harter Laborarbeit streicht eine ungarische Pharmafirma ihr die Mittel. Sie wandert mit ihrem Mann und ihrer zweieinhalbjährigen Tochter aus in eine andere Welt: nach Philadelphia. Ein harter Neuanfang, aber irgendwann zeigen sich auch Erfolge. Katalin Karikó hat Mittel, sie forscht, sie lehrt. Doch nach zehn Jahren stürzen sich alle auf die Entschlüsselung der menschlichen DNA. Es läuft das Humangenomprojekt. Karikó schwimmt gegen den Strom. Sie ist sich sicher: mRNA ist die Zukunft. Dennoch wird sie degradiert, in Streit verwickelt, verliert ihr Ansehen. Aber sie bleibt, besorgt sich ihre Forschungsgelder selbst, macht alleine weiter. 
    
Warum hat sie nicht einfach alles hingeschmissen? Sie hält sich an ein Motto aus dem Film Fight Club: „Nur wenn wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun.“ Sie lernt Weggefährten kennen, die ihre Begeisterung teilen, u.a. den Immunologen Drew Weissmann. Ihr Ziel ist es, die mRNA so zu verändern, dass sie dem Körper bei der Bekämpfung von Krankheiten helfen kann. 
    
Endlich, der Durchbruch. Um die Ergebnisse an die Patienten zu bringen, gründet Karikó eine Biotech-Firma. Aber die Uni vergibt die Lizenz an jemand anderen und der später an BioNTech und Moderna. Karikó wird von der Universität of Pennsylviania gebeten, ihr Labor zu räumen. Mit 58 Jahren fängt sie noch mal ganz von vorn an. Sie trifft sich mit Uğur Şahin, dem Chef von BioNTech. Seit 2013 arbeitet sie mit einem kleinen Team von sieben Leuten in Mainz. „Ich bin glücklich“, sagt sie. Wer nicht viel hat, hat die Freiheit. Allen ist klar, dass Karikó mit ihrer Forschung Großartiges leistet und Millionen Menschenleben rettet. Nicht wenige meinen, Katalin Karikó hat den Nobelpreis verdient.
   
Ich finde die Geschichte von Katalin Karikó großartig. Sie ist eine von „75 Ideen für ein besseres Leben“, die von der Wochenzeitung ZEIT anlässlich ihres Jubiläums in diesem Jahr nach und nach vorgestellt werden: www.zeit.de/75ideen 

*Übrigens: Das hier abgebildete Segensbändchen Hoffnungsträger*in aus Samenpapier gibt es auch analog: https://www.glaubenssachen.de/segensbandchen-hoffnungstrager-in.html und als Einzelexemplar auch bei uns in der Konfizeit und für die Teilnehmer*innen an unserem Wettbewerb welt fair ändern

Als die Jünger am Morgen des ersten Tages der Woche zum Grab Jesu eilten, um seinen Leichnam zu salben, war der Stein weggerollt – und das Grab leer. Der weggerollte Stein wurde zum Symbol der Botschaft, dass Gott – dass die Liebe stärker ist als der Tod. Deshalb soll der Stein am Ostersonntag 2020 als Hoffnungszeichen aus unseren Gottesdiensten durch die Welt wandern – so wie der Stern an Weihnachten.

Stärker als der Tod – Ostersteine als Zeichen der Hoffnung
Dieses Projekt hat Kirche im Dialog der Nordkirche gemeinsam mit der Kirchengemeinde Segeberg ins Rollen gebracht.

Wir finden das eine tolle Idee und sind eingeladen, mitzumachen.
UND SO GEHTS

Gestaltet in der Passionszeit Steine der Hoffnung!
Gestaltet auf der Vorderseite Eure Antwort auf die Frage, was für Euch stärker ist als der Tod.
Auf die Rückseite kommt:
– FB: Ostersteine
– #stärkeralsdertod
– suchen, finden & weitergeben.

Macht das für Euch selbst, mit der Familie, in Gruppen der Gemeinde – Kitas, Konfis, Teams, Senioren, GKRs… – in der Schule, Uni, Arbeitsplatz und darüber hinaus.
Mir fallen sofort viele Aktionen ein, die sich mit den Ostersteinen verknüpfen lassen. Euch doch bestimmt auch…

Von den Gottesdiensten am Ostersonntag heraus werden die vielen Steine landauf, landab von den Besucher*innen wieder ausgelegt werden: auf der Straße, an Bushaltestellen, Krankenhäusern, Ampeln …
Auf diese Weise wandert der Hoffnungs- bzw. Osterstein durch Eure Heimat und darüber hinaus durch die Welt!
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Man kann den Stein natürlich auch vor Ostern verstecken, dann suchen und an öffentlichen Orten wieder auslegen lassen.

Wenn Ihr dabei seid, dann postet gerne Bilder von Euren Steinen unter den Hashtags #stärkeralsdertod und #ejostones bei Instagram oder in der Facebook-Gruppe „Ostersteine“.

Werdet Teil einer österlichen Hoffnungsbewegung!

Und hier gibt es TIPPS zur Gestaltung und ökologischen Verbreitung der Ostersteine:

…im neuen KU-Praxis-Heft.

„Genau darüber wollen die Konfis was wissen“, sagte ein Pastor und nahm gern das frisch erschienene KU-Praxis Heft 64 „Leben und Tod“ vom Büchertisch mit nach Hause.

Der Grundsatzartikel von Christina Costanza „Vor und hinter dem Horizont“ führt kompakt in das Thema ein und schafft einen Orientierungsrahmen.

Es folgen neu entwickelte und erprobte Bausteine, die nicht nur in der Konfi-Arbeit Anklang finden werden:
– Zerbrochene Tontöpfe bieten im Zusammenklang mit der japanischen Kintsugi-Technik einen Impuls für das Verständnis von liturgischen Elementen zum Thema.
– Lebens-Fische, Hoffnungs-Kreuze, Videoclips, Web-Kreuze und Popsongs ermöglichen kreative Gestaltungen und emotionale Erfahrungen.
– „Voll wertvoll“ lenkt den Blick auf das Upcycling scheinbar ausgedienter Dinge.
– „Let´s play!“ heißt das Motto bei der Eroberung digitaler Spielewelten und der Begegnung mit einem kriegerischen Bibeltext (soll es ja auch geben…).
– Das bundesweite KonfiCamp in Wittenberg steuert eine PaperClip-Idee bei.
– Der „Club der roten Bänder“ hilft zur Auseinandersetzung mit Trauerphasen.
– Eine Passionsgeschichte kann man in einer Nacht erleben und Gefühle in Psalmen erkunden.
– Den interreligiösen Horizont erweitert ein Baustein über religiöse Rituale in den großen Weltreligionen.
– „Was suchst du den Lebenden bei den Toten?“ fragt eine biblische Auferstehungsgeschichte und das Theologisieren bietet sich beim Gespräch darüber an, was denn eigentlich nach dem Tod kommt.

Die Forumsbeiträge beschäftigen sich mit Friedhofspädagogik, Beerdigungen, Seelsorge, Gothic-Music, empirische Erkenntnissen und dem einzigartigen Museum für Sepulkralkultur, bevor der Medienspaziergang noch mal einen Überblick über Bilder-Bücher und Kurz-Filme verschafft.

Wer Interesse am neuen KU-Praxis-Heft hat, meldet sich in der Konfizeit in Oldenburg – oder begibt sich in den Buchhandel… – es lohnt sich!

Paperback , Broschur, 80 Seiten, 21,0 x 29,7 cm
Mit CD-ROM
durchgehend vierfarbig mit zahlreichen Fotos und Abbildungen
ISBN: 978-3-579-03217-7
20 €