Mitten in all den Wirren um die doch nicht so ganz runtergefahrenen Osterruhetage (Hätten wir uns vor ein paar Jahren noch gefreut, wenn die Konsumer- und Reisewelle vor und über Ostern mal ausgefallen wäre und die Menschen Zeit und Muße für diese hohe kirchliche Festzeit gefunden hätten?) und dem Stornieren des Familien-Inselurlaubs und den minimalen Besuchskontakten über die Ostertage ist es ein besonderes Erlebnis, einen Ausflug zu machen.
Richtung Sommer. Dem landeskirchlichen KonfiCamp entgegen. Ok, eben nicht mit 150 Menschen. Zu viele auf einen Haufen in Corona-Zeiten. Und leider, leider nicht nach Ahlhorn, so wie bei den ersten zwei Campjahren zuvor. Aber mit zwei Gruppen mit jeweils ca. 40 Personen ins Schullandheim Bissel.

Und mit einer Gruppe mit 65 Menschen auf den Dünenhof in Cuxhaven. Den Leiter der Freizeitstätte kennenlernen. Und den Küchenchef. Der Speiseplan sieht gut aus. Das Gelände besichtigen, die Weite und den offenen Himmel genießen. Die Hütten unter die Lupe nehmen und die Kapazitäten überschlagen. Super, wir kriegen alle unter. Hier im Kaminraum könnten sich doch die Teamer*innen treffen. Und das Forum mit der Bühne – ideal fürs Plenum. Und Material können wir auch noch lagern.

Den Kilometer bis zum Strand schaffen die Konfis locker. Und selbst zum Klettergarten ist es nicht weit. Und so eine Wattwanderung sollten wir auch anbieten. Zaghafte Zusatzfrage: Kann ich auch mein kleines Pferd mitbringen? Was, willst Du das wirklcih machen? Also prinzipiell wäre das möglich. Na wer sagt´s denn! Und hier an der Feuerstelle könnten wir doch unsere Abendandachten feiern? Das ist eine tolle Idee. Herrlich, so nach vorne hin zu planen. Mitte August müsste es doch gehen. Was meint Ihr? Mit Tests und so.

Wir und natürlich auch Herr Jahnke, der Leiter der Freizeitstätte, hoffen es sehr. Aber wissen tun wir es alle noch nicht. Aber wir wünschen es uns. Für die Konfis, die sich auf Gemeinschaft im Sommer freuen. Und auch für uns. Für unser Team. Wär schon schön.

Morgen fahren wir übrigens wieder los. Diesmal Richtung Süden. An den Dümmer. Die Freizeitstätte direkt am See angucken. Wir brauchen viel Platz. Denn nächstes Jahr wollen wir wieder alle zusammen fahren. 160 Plätze sind gebucht. Das wird eine tolle Zeit!

Es gibt Orte, die prägen unser Leben. Sie geben uns Halt und sind uns vertraut. Wir fühlen uns wohl, wenn wir dort sind. Sie sind werden uns zur Heimat. Für viele Menschen ist das Blockhaus Ahlhorn so ein Ort. Sie haben dort als Kinder, Konfis, auf Jugend- und Familienfreizeiten, als Teamer*innen intensive Tage und Wochen verbracht.

Für mich ist das Blockhaus mit einer nicht ganz so langen Erinnerung verbunden. Immerhin: Seit sechs Jahren bin ich dort regelmäßig zu Gast. Treffen im Rahmen der Jugendarbeit der ejo, Klausurtagungen, feierliche Gottesdienste… Vor allem die zwei landeskirchlichen KonfiCamps mit Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen Gemeinden in den letzten beiden Jahren haben mir viel Freude gemacht. Das Blockhaus mit seinen vielgestaltigen Möglichkeiten ist ein toller Ort mit einem kompetenten und engagierten Team von Mitarbeiter*innen als Unterstützung, um mit jungen Menschen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen und dabei die Seele mitten in der Natur baumeln zu lassen.

Jetzt steht die Zukunft des Blockhauses Ahlhorn als kirchliches Bildungs- und Freizeithaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg auf dem Spiel. Es gibt gute Gründe, darüber zu entscheiden, ob wir uns das Blockhaus als Kirche finanziell noch „leisten“ können. Die Kosten sind hoch, der weitere Investitionsbedarf ebenfalls. Wir sind gezwungen, über Einsparungen nachzudenken. Und zu fragen, welche kirchlichen Einrichtungen wir zukünftig noch tragen können und wollen. Und ganz klar: Corona hat den Entscheidungsdruck noch erhöht.

Auch inhaltliche Vorschläge zur zusätzlichen Profilierung des Blockhauses Ahlhorn gab es von verschiedenen Seiten. Aber keiner war meiner Kenntnis nach so überzeugend, dass es uns entscheidend weiter gebracht hätte. DIE zündende Idee liegt nicht auf dem Tisch.
Die entscheidende Frage bleibt: Ist uns das Blockhaus Ahlhorn die langfristige finanzielle Investition wert, so dass wir dafür an anderer Stelle Einsparungen vornehmen wollen? Und wenn ja, wer macht dazu bitte einen konkreten Vorschlag?

Für diejenigen, die sich durch ihre Erlebnisse mit dem Blockhaus Ahlhorn verbunden fühlen, ist klar, dass es ein Fehler ist, sich von solch einem traditionsreichen kirchlichen Ort zu trennen. Es geht etwas von der eigenen Identität verloren und ein Ort mit hohem symbolischen Wert wird aufgegeben. Es tut weh, dass ein segensreicher Ort über so viele Jahrzehnte nicht mehr von uns selbst getragen und weiterentwickelt werden soll.

Es geht um viel: Um langjährige Mitarbeiter*innen, die darauf vertraut haben, dass ihre Arbeitsplätze sicher sind und denen ihre wirtschaftliche Existenz entzogen werden könnte. Es geht um Verantwortung für die Gesamtkirche und gesunde betriebswirtschaftliche Perspektiven. Es geht um eine grundsätzliche Entscheidung, mit welchen Botschaften, kirchlichen Orten und Konzepten Zukunft gestaltet werden soll. Es geht auch darum, schmerzhaft festzustellen, dass Kirche mit ihren Möglichkeiten an Grenzen kommt und heute nicht mehr alles geht, was gestern ging. Es geht also um Prioritäten und darum, wer diese evangelisch überzeugend und nicht nur aufgrund finanzieller Bilanzen setzt.

Auf der Synode wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Alle Argumente und reichlich Emotionen liegen auf dem Tisch. Im Hintergrund besteht die Hoffnung, dass ein neuer Träger gefunden wird, der das Blockhaus Ahlhorn weiterführt und als besonderen Ort am Leben erhält. Wir werden sehen.

Viele lassen sich angesichts der anstrengenden Corona-Zeiten was einfallen, damit den Konfis und auch den Teamer*innen nicht langweilig wird. Zum Beispiel die StiftungsTeamer*innen aus Wittenberg.

Am Freitagabend des 23. Oktober treffen sich Konfi-Gruppen mit ihren Teamer*innen aus der ganzen Republik. Jede für sich im Gemeindehaus. Und alle miteinander online verbunden via Live-Stream aus Wittenberg.

Gemeinsam gibt es eine interaktive Spiele-Action im „Wetten, dass – Format“ und ein Live-Band auf der Bühne in Wittenberg. Wenn am Ende das Gewinnerteam feststeht, gibt es noch eine Online-Andacht.

Warum der Aufwand? Erstens weil es Spaß macht, solche Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Und zweitens, weil nicht nur in Wittenberg die großen Camps und überhaupt fröhliche Events in diesem Jahr abgesagt wurden – ein paar Highlights braucht der Mensch doch trotzdem!

Ich bin gespannt, wie viele Konfi-Gruppen sich zu diesem Ereignis angemeldet haben. Hier bei uns werden es aufgrund der Herbstferien vermutlich nur wenige sein – na, mal abwarten.

Auch wenn die Anmeldefrist natürlich längst vorbei ist, lohnt es sich, die Idee noch mal in den Blick zu nehmen. Warum sollte so ein Format nicht auch woanders zünden und fröhliche Wiederholungen feiern?! Hier gibt es die entsprechenden Infos zum Event: https://konficamps-wittenberg.de/wp-content/uploads/2020/09/Lets-play-together_Infosheet_KonfiCampsWittenberg.pdf

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr wissen will, kann sich an Miriam Kuhnke wenden (+49 170 7038236 +49 3491 -50527-19 miriam.kuhnke@wittenberg.ekd.de) oder sich auf www.konficamps-wittenberg.de schlau machen.

„Klar trau ich mich das!“ Konfis lassen sich mutig auf Händen durch das Strandhaus tragen. Balancieren mit verbundenen Augen über Stock und Stein. Lassen sich einfach…. fallen.

Das zweite landeskirchlich organisierte KonfiCamp von diesmal acht Kirchengemeinden der Oldenburgischen Kirche lebt, lernt und feiert eine Woche lang im Blockhaus Ahlhorn vom 29. Juli bis zum 4. August. 150 Konfis und Teamer*innen haben viel Zeit zum Nachdenken über sich selbst und Gott und die Welt. Die Themen der Tage beschäftigen sich mit wichtigen Fragen des Lebens. Wer bin ich? Wem vertraue ich? Wo bist Du, Gott? Woran glauben wir? Was bewegt uns zum Handeln?

Bibeltexte werden miteinander diskutiert und in lebendige Szenen gesetzt. Ob das Vertrauen in Gottes Liebe sich für mich lohnt? Wie kann ich bloß einen guten Kontakt zu Gott herstellen? Wir nehmen uns Zeit und probieren das aus. Beten, Singen, Fragen und Antworten versuchen.

Die Nachmittage gehören den Workshops: Hip-Hop, Badesee, Speckstein, Escape-Room, Sportturniere, Batiken und vieles mehr …. Das Adventuremobil öffnet seine Türen und mit viel Spaß toben wir übers Gelände oder chillen bei einer Ruderpartie über den Helenensee.
Ausflüge in den Hochseilgarten und den Freizeit- und Tierpark Thüle sind weitere Attraktionen der Campwoche. Und einige machen sich sogar auf den Weg zur Waldübernachtung. Singen, Geschichten erzählen und einschlafen unter offenem Himmel – ein echtes Erlebnis.

Die Stimmung ist super, weil die Verschiedenheit der Teamer*innen das Bild bunt macht und die Vielfalt der Angebote und Ideen fast grenzenlos.

Wir sind uns einig: Das Blockhaus Ahlhorn ist ein toller und segensreicher Ort für unser Camp und vieles mehr!

Leider muss ich jetzt Schluss machen. Es geht weiter mit dem nächsten Programmpunkt….

Das war das einhellige Fazit nach unserem Vorbereitungswochenende für das landeskirchenweite Konficamp im Sommer 2019.

37 Teamer*innen – 7 Pfarrer*innen, 29 jugendliche und erwachsene Ehrenamtliche und 1 Diakonin – haben sich von Freitag- bis Samstagnachmittag (8.-9. Februar) in Delmenhorst getroffen.

Mit viel Freude und Engagement haben wir die thematischen Einheiten an den Vormittagen durchdacht, die Workshopangebote, die Spielaktionen und das Abendprogramm geplant. Und zwischendurch viel miteinander gespielt und gesungen. So ist auch gleich ein Repertoire an Liedern für das Konficamp und ein bunter Strauß an Ideen für motivierende und gemeinschaftsfördernde Spiele entstanden.

Erwartet werden zum Konficamp im Blockhaus Ahlhorn vom 29.7. bis 4.8. etwa 140 Konfirmand*innen aus 3 Kirchenkreisen.

Wir, die Teamer*innen, sind nach diesem Wochenende in Delmenhorst hoch motiviert und gut vorbereitet auf eine tolle Woche mit den Konfis!