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Wie schön, dass wir wieder im Advent angekommen sind. Ein neues Kirchenjahr nimmt seinen Lauf. Der Lichterglanz nimmt zu Weihnachten hin zu – das ist für viele ein großer Trost mitten in dunklen Pandemiezeiten, die uns einen weiteren langen, kontaktarmen und ansteckungsbedrohlichen Winter lang begleiten werden.

Die vielen Adventskalender – ich glaube, ich muss da mal ein wenig Kalenderfasten üben – laden uns ein, wahlweise süß, besinnlich, visuell, beziehungsreich oder was auch immer täglich eine kleine Weile innezuhalten.

Für alle, die überlegen, wie sie mit ihren Konfis gut in Kontakt bleiben und die Adventszeit digital miteinander gestalten können, bietet sich der KonApp Adventskalender an.
Einfach mal reinschauen: https://www.konapp.de/service/einheiten/advent.html

Kompetenz-Workshops

Aus einer tollen Idee ist ein innovatives Projekt geworden.
Einfach anmelden und bis zum Frühjahr 2022 mitmachen:

Das Digital Lab ist eine digitale Workshopreihe von Landesjugendpfarramt und der Arbeitsstelle für Religionspädagogik der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Es stärkt Multiplikator*innen in der kirchlichen und schulischen Arbeit in ihren digitalen Kompetenzen.

Vorrangig ist das Digital Lab gerichtet an Multiplikator*innen in der kirchlichen und/oder schulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Selbstverständlich sind andere Personen nicht vom Digital Lab ausgeschlossen.

Hier gehts zum Workshop-Angebot inklusive Anmeldung, dem Lab Blog und allen weiteren Infos:

https://www.digitallab-oldenburg.de

Die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungslos.
Nach den gestrigen Entscheidungen der Bundesregierung wird heute über die konkreten Länderverordnungen entschieden. Klar ist, dass wir bis Mitte Februar Kontakte reduzieren sollen, um die Pandemie in den Griff zu kriegen. Privat leisten wir alle unseren Beitrag dazu. Beruflich geht viel, aber natürlich nicht überall etwas im Home-Office. Und was machen wir mit der Konfizeit?

Es gibt meiner Wahrnehmung nach zwei Grundpositionen:
Die einen sagen: Wenn die Schulen jetzt weiterhin runterfahren und Distanzlernen für die weiterführenden Schulen angesagt ist, können wir Konfizeit aktuell nicht als physisches Präsenzangebot verantworten. Selbst Gottesdienste werden mancherorts abgesagt und Gemeindehäuser bleiben zu. Konsequenterweise finden dann auch keine Konfi-Treffen auf dem Kirchengelände statt – im öffentlichen Raum sind sie ja sowieso untersagt.

Die anderen argumentieren:
Kinder und Jugendliche brauchen soziale Kontakte. Und Schule allein kann nicht das Richtmaß unseres Handelns sein. Nicht alle junge Menschen können zuhause in dieser schwierigen Situation aufgefangen werden. Es braucht Lernräume, Freizeitangebote, Bildungs- und Gemeinschaftserfahrungen, um die persönlichen und sozialen zumindest in Grenzen zu halten. Wir tragen Verantwortung insbesondere für die Benachteiligten. Also lasst uns im Rahmen des für die Kinder- und Jugendarbeit Erlaubten die wenigen Freiräume nutzen und zumindest in kleinen Gruppen analoge Treffen durchführen.

Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Meine Position habe ich in den hier auf dem KAJAK-Blog abrufbaren Hinweisen aufgeschrieben. Hier noch mal ein paar Schlaglichter in Kurzform:

  • Die jeweiligen Verantwortlichen für die Konfizeit stimmen sich mit allen Beteiligten ab, wie Konfizeit stattfinden kann. Parallel zu den schulischen Bestimmungen kann es derzeit keine Präsenzpflicht geben. Auch für uns selbst und für die Teamer*innen gibt es eine Sorgepflicht.
  • So früh und so transparent wie möglich werden Informationen mit den Konfi-Familien geteilt – Zoom-Elternabende funktionieren! Weil keine*r eine Glaskugel hat, teilen wir unsere Unsicherheit und offene Fragen miteinander.
  • Digital ist nicht frontal. Es gibt inzwischen viele gute Möglichkeiten und Ideen, Konfizeit mit digitalen Tools abwechslungsgreich und mit Spaß zu gestalten. Keine*r muss hier perfekt sein. Es gibt wenig gute Gründe, auf diese Form der Kontakt- und Themenarbeit zu verzichten. Wir arbeiten dabei zweigleisig: Wer keine Möglichkeit zur digitalen Teilhabe hat, bekommt auf anderen Wegen Materialien und Beziehungsangebote. Im letzten Jahr sind viele Konfi-Teams auch analog sehr kreativ gewesen.
  • Die Kirche als Ort der Geborgenheit und der Begegnung: Unsere Kirchen als offene Orte können Post-, Gebets- und Aktionsstation sein in diesen Wochen. Warum nicht eine verlässliche Zeit für Konfis einrichten, zu der die Pastorin in der Kirche präsent und ansprechbar ist?
  • Konfi-Freizeiten können derzeit nicht stattfinden. Das wird wohl auch bis weit in das Frühjahr so sein. Das gilt es klar und ehrlich zu kommunizieren. Aber aufgeschoben ist ja nicht unbedingt aufgehoben.
  • Konfirmationen werden auch in diesem Jahr wieder in kleineren Formaten gestaltet werden. Viele Gemeinden verlegen sie in Absprache mit den Konfi-Familien in den Sommer, um Zeit und Raum für analoge Begegnungen zu gewinnen.
  • Konfikurse, die genau jetzt starten sollten, können auch später beginnen. Der angedachte Fahrplan wird kommuniziert und bis dahin der Kontakt gepflegt.

Viel Kraft, Geduld, Gelassenheit, Phantasie und ein herzliches Erbarmen in allen Dimensionen!

Heute beim Pfarrkonvent der Wesermarsch in der schönen Kirche in Hammelwarden wurde von vielen Pastor*innen betont, wie bedeutsam physische Treffen für Konfis sind. Digitale Kommunikation hat eben auch ihre Grenzen. Wie schön kann es sein, Menschen leibhaftig zu treffen!

Weil das so ist, möchte ich an dieser Stelle auf drei Veranstaltungen bzw. Projekte hinweisen, die ganz analog für Pfarrer*innen, Diakon*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Studierende, Schüler*innen, Konfis und Ehrenamtliche nach den Sommerferien stattfinden bzw. starten. Dass es sich bei zwei der Angebote auch um digitale Möglichkeiten der Themenarbeit handelt, erhöht den Reiz der Teilnahme hoffentlich. Warum also nicht schon jetzt auf den September freuen und sich anmelden bzw. in den Kalender eintragen?

Eine Impulswerkstatt Philosophieren und Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen bieten wir am 16. September von 16-19 Uhr im großen Gemeindehaus der Kirchengemeinde Ofen an.

Genau 14 Tage später startet am 30. September der zweite Teil unserer Impulswerkstatt StopMotion-Filmclips, ebenfalls im Gemeindehaus Ofen von 16-19 Uhr.

Bereits ab Anfang September läuft unsere Mitmachkampagne für Konfis und Schüler*innen zum großen Fotowettbewerb welt fair ändern – Hoffnungszeichen setzen an.

Eine dreiteilige Online-Fortbildung unter dem Titel „Zoom, KonApp, Instagram und Co.“ fand in den letzten Wochen großen Anklang. Mit gemeinsamen Kräften aus dem bundesweiten Netzwerk der Konfi-Arbeit beteiligten sich bis zu 120 Personen aus allen Regionen der EKD – natürlich auch aus der oldenburgischen Kirche – an dem neu entwickelten Format.

Neben Impulsvorträgen zu einer Vielzahl digitaler Tools gab es Praxisworkshops, Übungsphasen und Austauschrunden. Die Teilnehmer*innen bildeten das ganze Spektrum vom erfahrenen Online-Profi bis zum interessierten Erstnutzer. Und alle konnten für ihre Arbeit vor Ort etwas mitnehmen. Denn im dritten Teil ging es darum, wie die vielen digitalen Möglichkeiten mit einer guten analogen Praxis klug verknüpft werden können.

Ein besonderer Mehrwert besteht darin, dass zu den Tools bzw. Plattformen Zoom, KonApp, Mentimeter, ONCOO, Padlet, Instagram und Actionbound Tutorials und Beispiel entwickelt wurden, die sich alle Interessierten auf der Materialseite des RPZ Heilsbronn anschauen und nutzen können.

Anfang Februar 2021 gibt es für die Teilnehmerinnen noch einmal eine kleine Auffrischung. Darüber hinaus planen die Konfidozent*innen der Landeskirchen weitere solcher digitalen Fortbildungsformate. Wir werden alle KAJAK-Leser*innen darüber auf dem Laufenden halten….