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Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. In kurzer Zeit entdecke ich auf meiner dreimonatigen Pilgerreise viele verschiedene Kirchenräume. Wie schön, dass viele Kirchen verlässlich geöffnet sind – dahinter steckt immer organisatorische Mühe und das Vertrauen in die Besucher:innen.
Meistens bin ich ganz allein, manchmal gibt es freundliche Ehrenamtliche, die mir die Besonderheit ihres Gotteshauses nahebringen.

Auf den ersten Blick sieht man, wenn das Kircheninnere liebevoll und einladend gestaltet ist.
In einer Kirche halte ich mich aufgrund des grauseligen Wetters draußen über eine Stunde auf und hoffe, dass nicht alle meine Kleidertrocknungsübungen per Video festgehalten werden. Obwohl mir viele Gegenstände und die sakrale Symbolsprache vertraut sind, sehe ich vieles auf neue Weise. Alte Schriften und moderne – ok manchmal auch etwas angestaubte – Info-Tafeln bringen mir die Schätze des Ortes näher. Mal gibt es dramatische Baugeschichten oder Berichte über religiöse Beheimatung zu lesen. Ich vertiefe mich ausführlich in einzelne Betrachtungen oder lasse das große Ganze auf mich wirken. Beim nachträglichen Sortieren der Fotos kommt mir die Fülle der Eindrücke wieder in den Sinn.

Was könnten wir nicht alles allein anhand der Kirchenräume einschließlich der umliegenden Gebäude und Grundstücksanlagen über den Glauben vieler Generationen lernen? Die Kirchenraumpädagogik hat dieses weite Feld in den letzten Jahrzehnten ausführlich erschlossen. Und viele Gemeinden haben die vorhandenen Möglichkeiten erkannt und nutzen sie. Mit kleinen Kunstausstellungen, Einladungen zum Mitgestalten, Impulsen zum Nachdenken wird das Vorhandene ergänzt und denen Unterstützung angeboten, denen sich nicht gleich selbst der Ort mit seinen Botschaften erschließt. Wäre mal einen Versuch wert: ein ganzer Konfikurs in und um den Kirchenraum herum.

Was die Kirche alles „zu bieten“ hat, zeigt in Ausschnitten die Bildergalerie


Die Vorbereitungen für die Ausstellung „JUNG&KONFI“ laufen auf Hochtouren: Die Stationsideen werden getestet, Hinweisschilder geschrieben und Material gekauft. Bald ist es soweit: Am Sonntag, den 3. Februar wird die Ausstellung eröffnet!

Im Zusammenhang mit der Ausstellung wird es im Februar einen Fachtag geben: „Spaß in der Konfi-Zeit“:
„Spaß“ gehörte früher ja nicht unbedingt zu den Qualitätsmerkmalen eines guten Konfirmandenunterrichts. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn die Jugendlichen heute sagen, ihnen macht die Konfi-Zeit Spaß, dann ist das ein großes Lob. Aber nicht nur die Zielgruppe darf gut gelaunt sein. Auch die Verantwortlichen der Konfi-Zeit, ja das gesamte Team soll fröhlich bei der Sache sein.
Um dieser Gefühlslage auf die Sprünge zu helfen, haben wir Dieter Niermann eingeladen. Der praxiserfahrene Diakon, Religionslehrer und Erlebnispädagoge aus Bremen erzählt uns von schrägen Wegen, Konfi-WGs, vom Tag mit dem Ei, Shoppingtouren, Cold Cases, himmlischen Ikonen und vielen anderen Ideen, die er über viele Jahre in Bremen ausprobiert und zuletzt als Buch herausgebracht hat.

Auf einen Blick
Zeit: Mittwoch, 20. Februar 2019, 10-16 Uhr
Ort: St. Lamberti-Kirche Oldenburg
Zielgruppe: Diakon*innen, Pfarrer*innen, Ehrenamtliche in der Konfi-Zeit und Interessierte
Kosten: keine.

Der Fachtag wird veranstaltet von KAJAK: Konfirmandenzeit und Jugendarbeit konkret und findet in Kooperation mit dem Referat für Ausbildung und Personalentwicklung für Pfarrer*innen statt.

Infos und Anmeldungen bis 11. Februar unter ejo.de/fachtag-kajak