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Basiswissen zum christlichen Glauben

Pünktlich zum Ersten Advent hat das CJD – das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. – zusammen mit Projektpartnern vier animierte Kurzfilme veröffentlicht, die mit vielen ansprechenden Bildern einladen, grundlegende Lebens- und Glaubensfragen zu stellen.

Das Angebot ist auf Youtube öffentlich zugänglich und bietet sich auch für die Arbeit mit Konfis und weit darüber hinaus an.
Könnte in Zeiten, da wir wieder nach ansprechenden digitalen Ideen suchen, eine gute Methode zum Einstieg sein.

https://www.youtube.com/watch?v=tgkIDX7YTZ4

https://www.youtube.com/watch?v=bUV3eMhYZ-M

https://www.youtube.com/watch?v=x5kHqe22bp0

https://www.youtube.com/watch?v=lRs8j6vFBM0

Nach 100.000 Stunden Übersetzungszeit ist die BasisBibel nun vollständig auf dem Markt. 31.170 Verse, die aneinandergereiht eine Länge von 8 km haben. Zum Glück gibt es sie in handlichen Formaten. Die KOMPAKTE liest sich wie ein ROMAN. Gut und fortlaufend lesbar kann man die biblischen Texte wie ein spannendes und abwechslungsreiches Buch lesen. Die KOMFORTABLE liest sich wie ein GEDICHT und ist dafür etwas dicker. Aber dafür ist jede Sinneinheit in einer Zeile zu finden. Das erleichtert das Bibellesen sehr.
Ich finde, die Anschaffung lohnt sich. Für mich selbst und natürlich auch für viele Menschen, mit denen wir an biblischen Texten und Themen arbeiten wollen. Und weil das heute selbstverständlich ist, gibt es die BasisBibel natürlich auch digital. Als eigene App in den Stores oder aber – ebenso kostenfrei – im Rahmen der KonApp. Das ist praktisch, weil so direkt mit Konfis in der App Recherchen durchgeführt werden können. So ist die Bibel also immer mit dabei, wenn man sie braucht – das ist eine zusätzliche gute Nachricht!

Hier finden sich alle Infos über Ausgaben, Preise, Beispiele zur Anwendung und Seminarangebote. Es lohnt sich, die Einstiegsangebote zu nutzen und die attraktiven Paketpreise:
https://www.die-bibel.de/bibeln/unsere-uebersetzungen/basisbibel/

Es wäre völlig untertrieben zu behaupten, die letzten Wochen hätten nur „Spuren“ von Wohlbefinden enthalten. Nein, es war wohl eher, um mal einen etwas aus dem Alltagsgebrauch verschwundenes Wort zu verwenden, ein ganzes Füllhorn. So viele Berichte von Freizeitaktionen für Kinder, Konfis und Jugendliche, die den Ferien auch außerhalb familiärer Planungen Höhepunkte verliehen haben.

Bei einer der Aktionen, bei denen ich mal reinschnuppern durfte, erzählte eine Teamerin, dass sie hier auf ihrer Freizeit viel für ihr eigenes und das Wohlbefinden aller Teilnehmenden tun würden. Wann hatte ich zuletzt jemanden gehört, der dieses Wort verwendete?

Und sofort fiel mir die kleine Karte ein, die ich an einem kreativen Weiterbildungsort mitgenommen habe. Dort ging es um die Bewerbung eines Ortes für bequemes und konzentriertes Arbeiten in angenehmer Atmosphäre. Ja, das ist doch auch wirklich schön, beruflich so umgeben zu sein.

Überhaupt habe ich in den letzten Wochen viele Begegnungen gehabt mit Menschen, die sich in schwierigen Zeiten mit viel Engagement und positiven Impulsen für die zukünftige Gestalt von Kirche und Gesellschaft engagieren.
Dazu kommen orientierende Texte wie dieser:
Glaube, Liebe, Hoffnung. Orientierungsversuche in Zeiten des Streits aus der Arbeitsstelle für demokratische Kultur der Evangelischen Akademie zu Berlin – auch der Bekenntnistext aus den USA, der zu diesem Beitrag angeregt hat, ist lesenswert: Reclaiming Jesus.
Gespannt bin ich auch auf die Wirksamkeit der elf Leitsätze für eine aufgeschlossene Kirche des Zukunftteams der EKD Kirche auf gutem Grund

Im meinem Lexikon der schönen Wörter klafft leider eine Lücke zwischen Wohl („Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen – Grundgesetz Artikel 14“) und Wonne („Schön wie Engel, voll Walhallas Wonne…. [wo steht´s und von wem geschrieben?] – Die Wonne als Ausdruck höchstens Entzückens wird heute nur noch mit ironischen Zwischentönen verwendet [eigentlich schade]“).
Auch wenn Wohlbefinden in meiner biblischen Handkonkordanz keine Erwähnung findet, lohnt sich die Erkundung des Wortfeldes von wohl über Wohlgefallen und wohltun bis wohl zusehen.

Und zusätzlich macht das Netz ja schlau:
„Unter ‚Wohlbefinden‘ versteht man den Zustand eines Menschen, in dem er körperlich gesund und geistig rege ist und positiv mit seiner Umwelt übereinstimmt. In einer solchen Phase produziert der Körper zum Zeichen seines Idealzustandes sogenannte Glückshormone, die das Gefühl des Wohlbefindens verstärken und in der Regel auch bewusst machen. Darüber hinaus gibt es das allgemeine Wohlbefinden, mit dem ein Mensch seine Gesamtkonstellation positiv einschätzt. Die Bewertung erfolgt nicht nur anhand des aktuellen Zustandes, sondern reicht auch zurück in die Vergangenheit und voraus in die Zukunft. Der Begriff ‚Wohlbefinden‘ korreliert stark mit dem Begriff der Zufriedenheit, die jeder Mensch durch sein Handeln anstrebt.“

Apropos: Mein Wohlbefinden wird in diesen Tagen gerade dadurch befördert, dass ich mich im Urlaub befinde. Berge, Wiesen, Wasser, Lektüre, Bewegung, Familienentspannung – einfach herrlich!

Die Zweibeiner fahren im Zweier und führen dabei zweisprachig ein Zwiegespräch. Egal, ob im Zweireiher oder im Zweiteiler, man mag keinen Zweitaufguss und labt sich am Zwieback. In trauter Zweisamkeit ist man nicht allein, obwohl man zu zweit oft gern allein ist. Zwilling, Zwille, Zwickel, zweischneidig…

Die Zahl der Wörter, die im Deutschen mit Zwei und Zwie gebildet werden kann, ist beachtlich.
Manchmal gilt die Zwei auch als „böse“ Zahl der Trennung und Gegenüberstellung – Zwietracht, Zwist, Zweifel – und des Zwei-Kampfes.
Platon, die Neuplatoniker und viele Denker des Mittelalters sahen in der Zwei die erste wirkliche Zahl, da für sie alle Zahlen ein Vielfaches von eins bedeuteten.

Ich sah die Zwei bildlich einprägsam beim Radeln über den Oldenburger Schlossplatz in: Verteilt auf dem Mäuerchen rund um das gelbe Prachtgebäude saßen ordentlich sortiert immer jeweils zwei Menschen zusammen – da gab es kontaktbeschränkt nichts zu meckern…. – und gerade eben auf der Dobbenwiese im herrlichen Spätnachmittagssonnenschein auch nicht.

Natürlich fallen mir im biblischen Zusammenhang auch sofort Zweier-Pärchen ein. Adam und Eva, Kain und Abel, Abraham und Sara, Jakob und Esau, David und Goliath, Maria und Elisabeth, Martha und Maria, Petrus und Paulus, Philippus und der Kämmerer aus Äthiopien…
Und in österlichen Zeiten natürlich die Emmaus-Jünger, die auf dem Weg zunächst enttäuscht miteinander rätseln, was die vergangenen Ereignisse denn für Folgen haben werden.

In den sozialen Kanälen tauchte – von bibelkundigen Digitalen gepostet, ein Wort Jesu aus Matthäus 18, 20 auf: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Und weil man zu dritt heutzutage unter freiem Himmel oft noch eine*r zu viel ist, wurde diese Zahl aus aktuellem Anlass durchgestrichen.
In diesem Bibelabschnitt geht es Jesus ja unter anderem um die Kraft des Gebets. Wenn zwei einmütig Gott um etwas bitten, soll es ihnen vom Vater im Himmel widerfahren.
Es gilt also – und darauf kommt es jetzt echt gerade an, Symbol hin und Krise her: Gemeinsam sind wir stark!

So konzentriert und kreativ und lustvoll kann es sein, sich mit biblischen Geschichten zum Thema „Streit“ auseinanderzusetzen… – wenn man denn mit dem richtigen Medium unterwegs ist.

Bei der Impulswerkstatt der Arbeitsstelle für Religionspädagogik war das eindeutig der Fall. Über zwanzig Teilnehmer*innen aus Uni, Schule, Gemeinde- und Jugendarbeit nutzten die Chance, kompakt und kompetent in die StopMotion-Technik eingeführt zu werden. Gina Pape, unsere Medienpädagogin, präsentierte die entscheidenen Tipps und stellte viele grafische Vorlagen zur Verfügung, die das Arbeiten leicht und die Ergebnisse ansprechend machen. Die bereits mit der App „Stop Motion Studio“ ausgestatteten Tablets und die faltbaren Scan-Stander (Scanlio – gibt´s preislich erschwinglich im lokalen Bürohandel und natürlich auch online) waren perfekte Arbeitsplätze im großen Rund des Ofener Kirchsaals. Und so entstanden in kurzer Zeit in Team-Work FilmClips zu Streitgeschichten. Kain und Abel, Maria und Marta, Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, Jesus und die Ehebrecherin, ein hilfreicher Spruch aus Galater 5, 15 (Reader siehe unten) und eine schulische Konfliktsituation wurden konzeptionell entwickelt und phantasievoll und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Und als Bonus gab es eine Einführung in das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ und die Vorstellung des „Streit-Bar-Koffers“, den man sich übrigens in unserer Medienstelle ausleihen kann. Wer die darin wohnenden Gefühlsmonster noch nicht kennt, hat was verpasst…

Das der Anfangsimpuls der Werkstatt weiter wirkt:
– Studienseminarist*innen produzieren demnächst mit Schüler*innen FilmClips.
– Eine Pastorin wird die Zachäusgeschichte mit einer ihrer Konfi-Gruppen mit Hilfe der frisch erlernten StopMotion-Technik umsetzen.
– UND: am 30. September (16-19 Uhr) gibt es eine Fortsetzung der Impulswerkstatt. Für alle, die bis dahin Erfahrungen gesammelt haben und ihre Ergebnisse präsentieren. Für neue Interessierte, die sich medial mit StopMotion auf den Weg machen wollen. Wir freuen uns jetzt schon drauf…