Wie schön, dass wir wieder im Advent angekommen sind. Ein neues Kirchenjahr nimmt seinen Lauf. Der Lichterglanz nimmt zu Weihnachten hin zu – das ist für viele ein großer Trost mitten in dunklen Pandemiezeiten, die uns einen weiteren langen, kontaktarmen und ansteckungsbedrohlichen Winter lang begleiten werden.

Die vielen Adventskalender – ich glaube, ich muss da mal ein wenig Kalenderfasten üben – laden uns ein, wahlweise süß, besinnlich, visuell, beziehungsreich oder was auch immer täglich eine kleine Weile innezuhalten.

Für alle, die überlegen, wie sie mit ihren Konfis gut in Kontakt bleiben und die Adventszeit digital miteinander gestalten können, bietet sich der KonApp Adventskalender an.
Einfach mal reinschauen: https://www.konapp.de/service/einheiten/advent.html

Spielerisch bewegen wir uns im Kirchenraum. Ahmen Schatten nach, umarmen Säulen, quetschen uns in kleinste Zwischenräume, tanzen in Zeitlupe unterm romanischen Gewölbe, bringen alltägliche Gegenstände mit sakralen Raum in Berührung. Manches fühlt sich ungewohnt an, anderes gewagt, das nächste wie eine Grenzerfahrung religiösen Anstands. Was geht beim Abendmahl? Sind Oblaten auch manchmal nur kleine runde Scheiben für die Kunst?
Aber wir trauen uns auch raus aus unseren Kirchenmauern. Ziehen durch die Straßen, ermutigt durch den Propheten Ezechiel (Kapitel 12), mit unseren Koffern wie in die Verbannung. Finden Schutz oder eher kurze Raststätten bei Containern, in Telefonzellen, auf leeren Fluren, neben Blumenbeeten…
Ein anderes Mal performen wir mit Unterstützung. Wir platzieren uns auf goldenen Folien, balancieren auf Bäumen, setzen uns auf einer Verkehrsinsel aus, laden zum Augenkontakt in der Einkaufsmeile ein, werfen uns – gehalten von einer starken Seilschaft – in den Abgrund, legen uns knapp neben das Grün mitten in den Weg…
Mit 20 Leuten gemeinsam bilden wir einen Prozessionszug, summen heilige Melodien, wechseln die Formation und lächeln im Gänsemarsch Menschen auf Balkonen, in Autos und Hauseingängen an…

„Entschuldigung: Äh – was habt Ihr da wo gemacht?“
„Tja, das kann ich Dir gar nicht so einfach beschreiben.“
„Ach so, aber wo Du warst, das verrätst Du mir, oder?“
„Ja, das geht: Michaeliskloster Hildesheim vom 18.-20.10.2021“
„Und das Thema war noch mal?“
„Spielt, spielt, sonst seid ihr verloren… – mit Birgit Mattausch und Imke Schwarz – #Michaeliskloster“
„Ok. Sag, gibst Du mir einen Link?“
„Das kann ich machen: Schau mal da: https://youtu.be/gNg9c05Aavc
oder da: https://www.dw.com/de/performancekunst-von-simon-pfeffel/av-46619604
oder da: https://youtu.be/FcyYynulogY
oder da: https://youtu.be/QkzW1s1oiS4


Von Erntedank bis zum 1. Advent läuft die heiße Phase der „Aktion 5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. Gemeinsam rufen die evangelischen Landeskirchen und die Landesinnungsverbände des Bäckerhandwerks zum Mitmachen auf. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aller Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind eingeladen, Brote zu backen, deren Verkauf zugunsten von Kinder- und Jugendbildungsprojekten an Brot für die Welt gespendet wird.

In vielen Gemeinden findet die Konfi-Arbeit wieder analog statt.
Warum also nicht (wieder) mit der Aktion 5000 Brote starten?
Die Innungsbäcker freuen sich auf das Interesse und die Benachteiligungen in den Projektländern der Aktion haben durch Corona noch zugenommen. Also gilt es umso mehr, darauf aufmerksam zu machen.

Alle Informationen liefert der neue Flyer „Aktion 5000 Brote – kompakt erklärt“. Und natürlich hier: https://www.5000-brote.de

Bei Interesse bitte an die Konfizeit wenden: konfizeit@kirche-oldenburg.de

Kompetenz-Workshops

Aus einer tollen Idee ist ein innovatives Projekt geworden.
Einfach anmelden und bis zum Frühjahr 2022 mitmachen:

Das Digital Lab ist eine digitale Workshopreihe von Landesjugendpfarramt und der Arbeitsstelle für Religionspädagogik der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Es stärkt Multiplikator*innen in der kirchlichen und schulischen Arbeit in ihren digitalen Kompetenzen.

Vorrangig ist das Digital Lab gerichtet an Multiplikator*innen in der kirchlichen und/oder schulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Selbstverständlich sind andere Personen nicht vom Digital Lab ausgeschlossen.

Hier gehts zum Workshop-Angebot inklusive Anmeldung, dem Lab Blog und allen weiteren Infos:

https://www.digitallab-oldenburg.de

Pilgerwege gibt es – ich hätte fast gesagt: wie Sand am Meer. Nein, das wäre übertrieben. Aber mehr, als einem auf den ersten Blick einfallen. Quer durch viele Länder und regional durch das Engagement von begeisterten Menschen.

Gern wäre ich viele Tage am Stück unterwegs gewesen. Einen legendären Camino irgendwo in Europa oder auch den schönen Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda. Von Ort zu Ort, mit allem Notwendigen auf dem Rücken oder auch in den Fahrradtaschen. Aber die Corona-Sorgen auch der sonst so gastfreundlichen Pilgerherbergen und der Tourismusbetriebe waren offenkundig. Also unternahm ich oft Tagesetappen von zuhause bzw. nutzte als Ausgangspunkt einen Wohnmobilstellplatz und eine Pension.
Auch manche eigentlich als klassische Wanderwege ausgeschriebenen Strecken kreuzen alte Pilgerpfade und entfalten spirituelle Kräfte. Hier bin ich zu Fuß und mit dem Rad unterwegs gewesen, allein, mit Frau, Familie, Freunden, Kolleg:innen, Hund:

Es noch viele schöne und segensreiche Pilgerwege nah und fern zu erkunden – die nächste Gelegenheit kommt bestimmt.

Pilgern mit Konfis – aber JA!

Pilgerwanderungen sind eine großartige Möglichkeit, in der Natur und in Bewegung Körper, Seele und Geist Gott und seiner Schöpfung zu begegnen. Nicht nur in Zeiten, in denen „Draußen“ pandemisch risikoarm ist, bietet es sich an, mit jungen Menschen auf diese Weise unterwegs zu sein. Entweder auf bereits bewährten Pilgerpfaden oder aber auch ganz individuell den Herausforderungen der jeweiligen Gruppe angepasst und gestaltet.

Eines der in Entwicklungsraum Delmenhorst und Varrel-Stuhr angebotenen Konfi-Modelle für das Jahr 2022 zum Beispiel gestaltet die Konfizeit schwerpunktmäßig als mehrwöchigen Pilgerweg – und am Ziel der Reise angekommen findet die Konfirmation als krönender Abschluss statt.

Die Literatur zum Thema ist umfangreich. Ich habe mit Gewinn gelesen:
Elisabeth Lidell/Anette Foged Schultz, Dem Glauben Beine machen. Pilgerwanderungen mit Kindern und Jugendlichen, Gütersloh 2010 (mit Buchinhalt auf CD-ROM) – kann gerne in der Konfizeit ausgeliehen werden!