HEMPEL KAJAK AUSWAHL (61)Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.  (Jes 66, 13)

Mit der Jahreslosung für 2016 wünsche ich allen ein gesegnetes neues Jahr mit vielen wunder-vollen, lebensfrohen Erfahrungen. Möge Gottes mütterlicher Trost uns umfangen und halten in den dunkleren, schweren Stunden.

Die Jahreslosung schenkt uns eines der wenigen weiblichen Gottesbilder der Bibel! Sie weckt Erinnerungen in mir an meine eigene Mutter, die wunderbar trösten konnte. Mit Worten, mit Umarmungen – und mit einer Tasse Tee! Durch ihren Trost empfand ich den Schmerz – ob seelisch oder körperlich – als nicht mehr so schlimm. Es tat noch weh, aber die Nähe meiner Mutter und ihre liebevolle Zuwendung waren heilsam. Sie hat meinen Schmerz gesehen und mich auf ihre ganz eigene Weise getröstet. So ließ sich großer und kleiner Kummer leichter ertragen.

Laut Wikipedia ist „Trost … eine zwischenmenschliche Zuwendung an jemanden, der trauert oder anderen seelischen bzw. körperlichen Schmerz zu ertragen hat … Trost kann durch Worte, Gesten, Berührung gespendet erden. Der Schmerz und die Traurigkeit des Getrösteten sollen gelindert werden; er soll spüren, dass er nicht allein gelassen ist; seine seelische Verfassung soll gestärkt werden.“

Im Jesajavers tröstet Gott das Volk Israel im Exil: dieses Exil wird enden und ein neues Jerusalem wird entstehen. Sein Trost ist ein Trost durch Worte. Worte, die heilsame Bilder wecken und die Hoffnung auf ein ganz anderes Leben, dass möglich ist und sein wird. Keine leeren Floskeln, kein billiger Trost! Er verspricht das Ende allen Leidens. Sein Trost ist allumfassend und vollkommen. Indem er sagt: Und ich tröste euch so gut wie eine Mutter! knüpft er an Kindheitserfahrungen an.

Besser trösten als eine Mutter? Das geht nicht. Und wer keine solch tröstende Mutter erfahren hat? Ich glaube, dass das Bild einer tröstenden Mutter tief in uns verankert ist. Entweder als Erfahrung oder als Sehnsucht danach – nach einer liebevollen Mutter und ihrem Trost in Worten, Gesten und Berührungen.

Getröstet werden heißt: da ist jemand, der sieht mein Leid, empfindet mit mir und ist für mich da. Auch als Erwachsene brauchen wir diese Trosterfahrungen: für einen kurzen Moment wieder Kind sein und ganz eintauchen in die tröstende Nähe eines anderen Menschen. Danach ist nicht alles wieder gut, aber solch ein Trost stärkt mich und macht mich wieder bereit für die Herausforderungen des Lebens.

Ich wünsche uns allen ein Jahr voll Gottes mütterlichen Trostes, wann immer wir ihn brauchen!

Und noch eine Comic zum Thema:

http://www.gocomics.com/calvinandhobbes/1988/01/17

(Da erklärt sich dann auch der Zusammenhang mit dem Bild vom Schlitten!)

Und zum Schluss noch eine Empfehlung:

Heile, heile Segen

Jugendgottesdienstmaterial 2016

Herausgegeben vom Ev. Landesjugendpfarramt Württemberg

Tel.: 0711 2149614

eMail: landesjugendpfarramt@elk-wue.de

 

Foto: Matthias Hempel

 

 

 

 

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