Wer die vielen Trainees der Oldenburger Kirchengemeinden auf den Altarstufen der St. Johanneskirche in Kreyenbrück live erlebt hat, der hat schon mal eine Antwort auf diese Frage. Stolz halten 80 jungen Menschen ihre Zertifikate in der Hand, weil sie sich fit machen wollten für ihr Engagement in Gruppen. Egal, ob es die Evangelische Jugend, die Konfi-Zeit oder ein anderes Handlungsfeld im Freizeitbereich junger Menschen handelt: Sie haben Lust, sich selbst zu reflektieren und klug in das Miteinander ihrer Generation und darüber hinaus einzubringen.
Der Abschluss der Trainee-Ausbildung am Freitag, den 17.2. war eingebunden in den Jugendgottesdienst „Zwischendrin“, der seit einigen Jahren ein schöner Ort für das spirituelle Leben junger Christen geworden ist. Gute Musik von Popkantor Steffen Schöps und seinem Bandkollegen Dominique trägt dazu ebenso bei wie die farbenfrohe inszenierte Beleuchtung und ein flotte Moderation von Tim.
Franziska Brucke predigte zusammen mit Matthias Hempel zur Ausgangsfrage, die sich natürlich aus der Jahreslosung 2017 ergeben hat: Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Natürlich schlägt das Herz eines jungen Menschen für viele Sachen. Bei Franziska sind es vor allem aber die Menschen, mit denen sie in der Familie eng und herzlich verbunden ist. In der Evangelischen Jugend – der ejo – begeistert sie neben der intensiven Gemeinschaft vor allem das Singen. „Das ist wie ein Gebet“, sagt Sie ganz überzeugend und fröhlich. Gibt es ein konkretes Beispiel, wo Gott dich berührt hat? Aber ja. Im Aufbaukurs nach der Juleica haben die Teilnehmenden Andachten zu modernen Pop-Songs erarbeitet. Das war so persönlich und intensiv und da waren so viele Erfahrungen des Glaubens mit im Spiel – das hat Franziska nachhaltig berührt und Gottes Nähe spüren lassen. Und wenn dann die Frage an das ältere Predigtpendant lautet, ob es denn aus Gottes Perspektive ein richtiges oder falschen Herzschlagen geben kann, dann antwortet der: Grundsätzlich darf ja mein Herz schlagen, für was oder für wen es will. Aber ich schätze schon, dass Gott sich besonders darüber freut, wenn wir unsere Herzen besonders heftig für das Gute schlagen lassen. Uns einsetzen für ein friedliches Miteinander. Anderen Geschöpfen zum Leben helfen. Das bringt den Segen in die Welt. Und weil das ja nicht immer so ganz selbstverständlich aus uns heraus klappt, singen wir aus „freiTöne“, dem tollen Liederbuch für den Reformationssommer inklusive Kirchentag besonders aufmerksam „Schenke mir, Gott, ein hörendes, sehendes, fühlendes Herz… ein Herz, das für das Leben schlägt.“

 

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