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Ich unterhalte mich mit meinem gebildeten Gegenüber. Erzähle, dass ich jetzt in der Passionszeit auf Alkohol verzichte und jeden Tag bioenergetische Körperübungen mache. Er fragt nach: Sag mal, was hat das eigentlich mit dieser Passionszeit auf sich? Wozu gibt es die überhaupt? Ich erkläre ihm, dass es sich um die Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern handelt usw. usw. Am Ende ist mein Gesprächspartner bessert informiert. Und ich habe wieder mal begriffen, wie sehr auch viele Erwachsene nicht mehr in unseren für Kirchenmenschen noch vertrauten Traditionen zu Hause sind.

Überhaupt scheinen sich die Kirchenkulturen mit den gesellschaftlichen Gewohnheiten nicht im gleichen Rhythmus zu bewegen. Überall hängen schon Ostereier an zart blühenden Sträuchern, die dann bald nach Ostern abgehängt werden. Ist ja vorbei, das Fest. Das ist so ähnlich wie mit den Weihnachtsbäumen, die in der Adventszeit aufgestellt und am 27.12. spätestens entsorgt werden. Ist ja vorüber, das Fest. Auch in den Kirchengemeinden selbst herrschen unterschiedliche Meinung zur Gestaltung der Passionszeit. So kann es also sein, dass einige gerne am Karfreitag ein schönes fröhliches Essen miteinander verabreden – weil ja alle da Zeit haben – während andere diesen Tag eher still und ernst verbringen wollen.

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche findet in diesem Jahr unter dem Titel „Leuchten! Sieben Wochen ohne Verzagtheit“ statt. In vielen Kirchengemeinden gibt es Gruppen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Seit gestern (Mittwoch, 8.3.) geht es eine Woche lang um das Thema „Was mich trägt.“ Eine Woche für die Lichtquellen in meinem Leben. Ich freue mich auf die Strahlen der Märzsonne auf meinem Gesicht. Die Schneeflocken, die die Welt in ein friedliches Weiß tauchen. Und vieles mehr.

Apropos Fasten: Eine Kollegin erzählte, dass in der Schule ein Kind auf die Frage, was es denn mit dem Stichwort „Fasten“ verbindet, ganz spontan antwortete: Das ist doch, wenn man den ganzen Tag nichts isst bis zum Abend, wenn die Sonne untergegangen ist. Gut informiert, kann man da nur sagen…

Im KAJAK-Netzwerk im Kirchenkreis Oldenburg-Stadt haben wir uns überlegt, im nächsten Jahr eine Aktion für Konfis und Teamer:innen am Aschermittwoch durchzuführen. Um das Thema Fastenzeit bzw. Passion etwas mehr als sonst in das Bewusstsein junger Menschen zu rücken. 2024 ist das der 14. Februar, der ja – bekanntermaßen zugleich der Valentinstag. Mal schauen, was uns dazu alles einfällt.

Bildquelle: 7 Wochen Ohne/Getty Images

Online im Medienportal

der Evangelischen und Katholischen Medienzentralen finden sich tolle Kurzfilme. Unter der Überschrift „Gefühl-voll leben“ sind auf dem gerade erschienenen Sampler „Filmimpulse zur Fastenzeit“ acht Kurzfilme mit insgesamt 111 Minuten Länge unterschiedlicher Machart und Thematik versammelt.

Ein Begleitheft bietet Impulse, Gedanken und Zitate, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Bildern und Themen der Filme ermöglichen, aber auch Ausgangspunkte für gemeinsame Überlegungen und einen Austausch mit anderen ermöglichen sollen. Die Filme – empfohlen ab 14 Jahre, eignen sich neben klassischen Gruppentreffen auch für Familienrunden, Alltags-WGs und auch für die persönliche Gedankenreise.
Enthalten sind die Filme:

Liebe macht blind (7 Min.)
Schatten (17 Min.)
Schwarm (12 Min.)
Negativer Raum (6 Min.)
Nothing Happens (12 Min.)
Der Mandarinenbaum (18 Min.)
Wie auch wir (19 Min.)
Ich hab noch Auferstehung (23 Min.)

Einfach in der Titelsuche „Filmimpulse zur Fastenzeit“ eingeben, dann kommt man zum Film-Sampler und zum Begleitheft.

Oder gleich hier auf den Link drücken:

https://medienzentralen.de/medium47090/Filmimpulse-zur-Fastenzeit

Wie, du hast noch keine Account? Einfach kostenlos registrieren unter

https://medienzentralen.de/auth?r=/, auf der Landkarte Oldenburg klicken und einen Account erstellen. Und los gehts…

Heute geht es wieder los. Die Passions- bzw. Fastenzeit ist ein Angebot, Pause zu machen. Anders unterwegs zu sein. Nach zu denken. Neues auszuprobieren. Gerade vorhin haben Konfi-Engagierte aus Delmenhorst und Varrel-Stuhr in den Chat unserer Videokonferenz reingeschrieben, was jede* r sich so gedanklich, vielleicht, ganz fest oder auch hundertprozentig für die Zeit bis Ostern vorgenommen hat. Das inspiriert!
So „wandeln“ (so der Titel) also die einen mit dem Fasten-Wegweiser des Vereins Andere Zeiten e.V., die anderen erproben einen neuen „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“, und die nächsten erkunden dieses und jenes…

Drei Aktionen für junge Menschen aus dem Bereich der ejo stehen stellvertretend für viele Möglichkeiten, diese besondere Zeit des Kirchenjahres sinnvoll mit Konfis, Teamer*innen etc. zu gestalten. Die Resonanz ist jedenfalls groß – allen viel Freude dabei!

7 Wochen mit allen Sinnen

Fastenaktion 2021