Platz da!Unter diesem Motto findet am 10. September 2016 der erste Konfitag im und für den Kk Ol-Stadt statt. Dieser Konfitag ist das erste Großprojekt, das der Arbeitskreis Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit im Kirchenkreis initiiert und plant. Der AK hat sich Anfang 2014 im Nachgang eines Fachtags zum Thema der Vernetzung dieser beiden Arbeitsbereiche gegründet. Seit 2014 treffen wir uns also regelmäßig, um uns in unseren Handlungsfeldern wahrzunehmen und Ideen der Kooperation zu entwickeln. Dabei hat sich eine für uns sehr angenehme Form der Arbeitstreffen (immer über Mittag mit leckeren Brötchen) etabliert, so dass alle Mitglieder des Aks gern und regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen. Die Mitglieder des AKs (Diakon/innen, Pastor/innen) sind davon überzeugt, dass ein „Mehr“ an Verknüpfung dieser beiden wichtigen kirchlichen Handlungsfelder auch in unserem Kirchenkreis nötig und möglich ist. Wir glauben nämlich, dass davon sowohl die Arbeitsbereiche – Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit- als auch die Akteure und ganz besonders die gemeinsame Zielgruppe der Jugendlichen profitieren werden.
Aus der Überzeugung heraus, dass tragfähige Vernetzung und Kooperation am besten durch gemeinsames Tun entsteht, entwickelten wir das Projekt eines Konfitages im Kirchenkreis. Nachdem dieses Projekt im Pfarrkonvent vorgestellt und hier begrüßt wurde, traten wir in die aktive Planungsphase ein. Dabei müssen wir von etwa 400 Konfirmandinnen und Konfirmanden und 50 ehrenamtlich Mitarbeitenden ausgehen. Wo also kann solch eine Großveranstaltung überhaupt stattfinden? Soll es drinnen oder draußen sein? Welche Zeitschiene haben wir im Blick, welchen Zeitraum können wir überhaupt nutzen ohne uns selbst in den Gemeinden oder im KJD zu blockieren? Was für ein Motto finden wir? Wer macht die Musik? Wer kann Workshops anbieten, wer sorgt für die Verpflegung, Bühnentechnik und Toilettenwagen? Wie sieht die Werbung aus, wie das Anmeldeverfahren? Wer macht den Gottesdienst? Das ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die wir beantworten müssen.
Auf manche Fragen gibt es zum Glück schon Antworten, manches muss sich aber auch noch klären. So sind wir froh, dass wir als Veranstaltungsort das Gertrudenheim in der Friesenstraße (ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen) mit großem Außengelände und tollen Möglichkeiten gefunden haben. Auf das Motto „Platz da“ konnten wir uns nach einigen Überlegungen dann doch recht schnell einigen. Jugendliche brauchen und finden ihren Platz im Leben, im Glauben, in Gesellschaft und hoffentlich auch in der Kirche. Wie muss der Platz aussehen, an dem sie sich wohlfühlen, wo muss erst Platz für sie und ihre Ideen geschaffen werden, und wo gibt es Orte der Beheimatung schon längst? All diesen thematischen Aspekten soll auf dem Konfitag in vielen verschiedenen Angeboten Raum gegeben werden.
Da die Zeit bis zum September gar nicht mehr lang ist, müssen wir uns nun ranhalten, damit der Tag auch wirklich gelingen kann. Aber wir sind guten Mutes und voll froher Erwartung und freuen uns auch auf das, was sich aus dieser Kooperation noch alles entwickelt.

 

Dieser Beitrag stammt von

Silke Oestermann, Pastorin in Oldenburg. Silke Oestermann ist seit vielen Jahren Konfirmandenbeauftrage des Kirchenkreises Oldenburg und gehört zum Team der Berater*innen für die  Konfirmandenzeit in der ELKiO.

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