Fresh X meets Konfi-Zeit

Eine erfrischende Gelegenheit mitten im Sommer!
Da muss man einfach dafür sein. Und so fühlte es sich dann auch an, beim Treffpunkt Konfirmandenarbeit in Loccum vom 20.-21. August mit dabei zu sein. 60 Teilnehmende, die Lust hatten, sich von Pastorin Sandra Bils von Kirche Hoch Zwei in die Grundprinzipien der „Fresh Expressions of Church“ einführen zu lassen. Aus England ist das Anliegen, „neue Ausdrucksformen von Kirche“  anlässlich von vielerlei Erosionen im kirchlichen Leben zu suchen und zu finden, zu uns gekommen. Der Dino „Wir haben es immer schon so gemacht!“ ist wirkmächtig, aber leider zum Aussterben verurteilt.
Das Mottowort „Mission-Shaped Church“ lässt sich vielleicht ganz gut übersetzen mit: „Eine Kirche, die sich aus ihrer Mission ableitet“. Es geht um den Dienst der Kirche an Menschen, die sonst keinen Dienst von Kirche erfahren.
Um sie zu erreichen, geht es um:
– „hören“ auf Gott und den Kontext der Lebenswelten
– „dienen“ – aktive Teilnahme an den Strukturen vor Ort
– „zusammenkommen“ – Experten der anstehenden Themen zusammenrufen und gemeinsam etwas bewegen
– „berufen“ – eine Idee ans Licht bringen, Menschen mit ihren Talenten zum „einfach mal mitmachen“ überzeugen
– „Kirche entdecken“ – beim Mitmachen Kirche entdecken als einen vielleicht bisher völlig übersehenen sinnvollen Lebensraum
Solche Prozesse dauern – in England, so die Erfahrung, durchschnittlich 7 Jahre. Es braucht also Geduld, Fantasie und immer wieder Ermutigung.
Gut, dass beim Treffpunkt genau solche Menschen zusammen waren, die Lust auf Aufbruch haben und sich nach einem schönen Mischwald kirchlicher Biodiversität sehnen.
Was das konkret für die Konfi-Zeit bedeutet? Das gilt es miteinander herauszufinden. Und wie ein wenig als Beweis, dass es schon viele gute Ideen gibt, die es sich mitzuteilen gibt, haben wir in Workshops pfiffige Praxisideen kennengelernt und gestaunt, wie in Northeim die Teamer*innen sowohl die Themen als auch die Durchführung der Konfi-Samstage verantworten – die Pastor*innen und die Diakon*innen müssen nur noch „stoffwechseln“ oder eben mal schnell ein Problem auf dem Weg beiseite räumen. Und und und…..
Gemeinsam haben wir überlegt, was wir in unserem Bezügen und an unseren Orten nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr mal ganz anders oder ganz neu machen könnten…
Neugierig geworden? Dann einfach mal stöbern, nachhaken, Leute finden, frische Ausdrucksformen ausprobieren ….

54 Jahre, Pfarrstelle für Konfirmandenzeit in der ELKiO, Spiel- und Theaterpädagoge (AGS), Bibliologe, Geistlicher Begleiter - mehr über mich

Schreibe einen Kommentar