Durstlöscher

Ein kleines Poolbecken habe ich gewonnen. Damals beim vorweihnachtlichen Schrottwichteln in Delmenhorst. Ein bisschen Luft reinpusten, Schlauch anschließen, Wasser hineinlaufen lassen – dann die Füße rein. Oder halt die Getränke kühlen im kommenden Sommer, der uns vor lauter Hitze in den kühlen Schatten treibt.
Das Wasser knapp sein könnte, nein, daran denke ich selten. Die Wasserwerke wollen sogar, dass wir mehr Wasser verbrauchen. Damit die Leitungen gut durchgespült werden und sich keine Keime und absetzen. Und außerdem regnet es gerade mal wieder. Na dann…

Menschen in anderen Regionen dieser Welt denken anders über das Wasser nach. Ich erinnere mich an einen Bericht über Jugendliche in Burundi, die am Morgen einen Becher Wasser trinken und dann einen weitern Weg zur Schule gehen. Hunger und Durst sind nur zu ertragen, weil das Zusammensein mit Freunden die Gedanken ablenkt. Aber irgendwann lässt sich das, was zum Überleben fehlt, nicht mehr verdrängen. Wassermangel tut weh.

Die Jahreslosung 2018 aus dem geheimnisvollen biblischen Buch der Offenbarung schaut nach vorn in die Zukunft. Nach den Tränen, nach der Niedergeschlagenheit, nach dem Tod kommt das Neue. Gott selbst überwindet die für uns unvorstellbare Grenze und schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde. Er löscht den Durst, den alle Kreatur hat. Den Durst nach Leben. Für immer und ewig.
Darauf freue ich mich sehr. Ich möchte auch in diesem Jahr mit dieser unerhörten Hoffnung leben. Meinen Beitrag leisten, dass diese Welt sich schon hier und jetzt sich von einer trockenen Wüste in ein fruchtbares Land verwandelt. Es geht um Gefühle, Haltungen, Weltverantwortung.

Neben der persönlichen Orientierung ist die Jahreslosung auch für die Konfirmanden- und Jugendarbeit ein guter Anknüpfungspunkt. Allzumal Brot für die Welt in der neuen Aktion unter dem Motto „Ohne Wasser kein Leben!“ – den Ernst des Themas auf den Punkt bringt:
– Beim Konfirmandentag in Oldenburg am 15. September z.B. wird es rund um das Thema „Wasser“ gehen.
– Mein Kollege Thomas Ebinger hat, fleißig wie er ist, auf seinem Ebiblog schon mal ein paar schöne Ideen aufgeschrieben.
– So kann es weitergehen…

Danke sage ich für das Beitragsbild meinem Sohn Damian, der für mich eine kleine Minecraft-Brunnen-Quellen-Skulptur gebaut hat.

54 Jahre, Pfarrstelle für Konfirmandenzeit in der ELKiO, Spiel- und Theaterpädagoge (AGS), Bibliologe, Geistlicher Begleiter - mehr über mich

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